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Annette von Droste-Hülshoff
Wo ist die Hand so zart, dass ohne Irren Sie sondern mag beschränkten Hirnes Wirren,
So fest, dass ohne Zittern sie den Stein Mag schleudern auf ein arm verkümmert Sein? Wer wagt es, eitlen Blutes Drang zu messen, Zu wägen jedes Wort, das unvergessen In junger Brust die zähen Wurzeln
trieb, Des Vorurteils geheimen Seelendieb? Du Glücklicher, geboren und gehegt Im lichten Raum, von frommer Hand gepflegt, Leg hin die Waagschal’, nimmer dir erlaubt! Lass ruhn den Stein - er
trifft dein eignes Haupt! (aus “Die Judenbuche”)
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