Letzte Änderung: 31.03.2012

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J. Rave
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Kurzes Resümee zum Titelthema des „Focus“ (Nr. 39 vom 25. September 2000):
So klug macht der Computer

Die Erwachsenenwelt begreift (endlich?), dass der Computer zu einem zentralen Medium für die Kinder aufsteigen wird, wenn er diese Position nicht schon eingenommen hat. Generell verändert er die Welt. Er gibt neue Formen der Kommunikation und konfrontiert mit einer neuen Art der Wahrnehmung.
Fest scheint auch zu stehen: „ Computer können die kognitiven Fähigkeiten von Kindern fördern“ (St. Aufenanger, Universität Hamburg, zitiert nach „Focus“ a.a. O., S. 183).
Bedenken kommen häufig wegen des sozialen Lernens. Ein Computer ersetze eben nicht die Gruppendynamik eines Kinderspielplatzes. Mit „Tit for Tat“ (Wie du mir, so ich dir) könne er nicht aufwarten, da er im Grunde nicht zurückschlage, also eine Scheinwelt realisiere. (Anmerkungen meinerseits: a. Ein Computer mit Windows als Betriebssystem schlägt immer zurück, und zwar so, dass einem schwarz vor Augen wird!
b. Man muss darauf achten, dass auch in der Computersimulation eine Art Konsequenz für Handeln deutlich wird, also nicht diese 1000-Leben-Spielchen)
Die Leistungssteigerung mit Hilfe des Computers für Schülerinnen und Schüler ist bewiesen. Empirisch belegt in den USA z. B. für Sprache, Mathematik oder Biologie.
Allerdings taugen die Computer auch nicht als Allheilmittel im Kampf gegen die Bildungsmisere. Gute Ergebnisse bringen sie durch folgende Möglichkeiten:

    1. „individuelle Simulationen“

    2. „intuitive Strategien“

    3. „Erfahrungslernen

Lernsoftware müsse die Kinder dabei in ungewöhnlichen Situationen fordern und ihnen unterschiedliche Lösungspfade anbieten.“ (R. Schank, NorthwesternUniversity (USA), zitiert nach „Focus“, a.a.O., S. 188f.)
Dazu sind Computer ideal geeignet für „trial and error“, wobei jedes Kind mit seinem eigenem Lerntempo arbeiten kann.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Computer unbestechlich sind. Sie kennen weder Lieblingsschüler noch drehen sie falsche Antworten um oder beschönigen sie zumindest. Die Schülerinnen und Schüler wissen, woran sie sind und was sie können und können sich so in keine Illusionen hineinträumen.
In eine neue Dimension stößt man auch mit dem Internet. Der Dauerklick schafft eine Welt ohne Ende, ohne Grenzen. Damit die Kinder sich nicht darin verlieren, muss ihnen mit Anleitungen geholfen werden.

(J. Rave)

 (weiterführende Literatur)