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2. Tal der Abenteuer (Klasse 6c - 1999 - St.-Ursula-Gymnasium / 57439 Attendorn)
Enid Blyton´s Leben
Enid Blyton wurde am 11. August 1897 in Beckenham, dass südlich von London / England liegt, geboren. Sie wusste schon früh, das sie schreiben wollte. Aber eigentlich sollte sie Musikerin werden. Sie
besuchte ab dem zehnten Lebensjahr acht Jahre eine Mädchenschule in Beckenham. Von 1919 - 1925 war sie Grundschul- und Privatlehrerin in Kent und Surrey. Mit 27 Jahren heiratete sie den Soldaten und
Chefredakteur Hugh Pollock. 1931 wurde die erste Tochter namens Gillian geboren. Vier Jahren später wurde dann die zweite Tochter namens Imogen geboren. Nach der Scheidung von Hugh Pollock heiratete sie den
Chirurgen Kenneth Darell Waters. 1926- 1945 arbeitete sie regelmäßig bei der Zeitung ‘ Teacher’s World’ mit. 1926- 1952 war sie die verantwortliche Herausgeberin der Zeitschrift
‘Sunny Stories ‘. 1984 wurde ihr der ‘Boy’s Clubs for American Award ‘ verliehen.1953 - 1959 war sie die Herausgeberin von dem ‘Enid Blyton’s Magazine’.
1954 - 1967 setzte sie sich sehr spastische gelähmte Kinder ein. Sie war auch Vorsitzende des ‘Commite Shaftsburg Society Children’s Home ‘ in Beaconfield, Buchinghamshire. 1960 - 1968 war sie
Vizepräsidentin der Vereinigung ‘Friends of the Cheyne Walk Centre’ in London und setzte sich sehr für behinderte Kinder ein. Schließlich starb sie am 28. November 1986 in Hampstead.
Ihre Hobbies Enid Blyton war sehr tierfreundlich. Ihre Katze Bimbo, ihr Foxterrier Topsy, ihre zarme Elster Maggie, die Dohle Jackie und ihr Cockerspaniel Laddie begleiteten sie durchs
Leben. Mit ihren Töchtern ging sie gern spazieren.
Ihre Werke Eine der populärsten Kinderbuchautorinnen des 20. Jahrhundert war Enid Blyton. Mit vierzehn Jahren veröffentlichte sie ihr erstes kleines Buch. Die ausgebildete Kindergärtnerin schrieb nach ihrer
Ausbildung fast jede Woche ein Buch. Fast alle ihrer Bücher endeten mit einem Happy-end, obwohl Enid Blyton am Anfang ihrer Bücher nie wußte wie sie enden würden. Ihr erstes richtiges Buch wurde 1922 veröffentlicht.
Es gibt heute über 700 Bücher von Enid Blyton. Alle ihre Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt. Insgesamt wurden weltweit über eine Milliarde Exemplare verkauft. Pro Jahr werden mindestens acht Millionen Blyton -
Bücher verkauft. 1950 erschien in Deutschland das erste Buch aus der Reihe ‘Fünf Freunde ‘. Seit dem haben Tausende von Kindern die Abenteuer der ‘ Fünf Freunde ‘, von ‘ Hanni und Nanni
‘ und ‘ Tina und Tini ‘ gelesen. Ihre berühmtesten Werke
Fünf Freunde, 21 Bände ;Abenteuer- Serien, 8 Bände; Geheimnis- Serien, 15 Bände; Rätsel um ...- Serien Die schwarze Sieben, 15 Bände; Hanni und Nanni
Dazu noch unzählige Kurzgeschichten, Theaterstücke, Gedichte und manche Bücher wurden auch verfilmt.
(Barbara Muhr und Carina Voigt )
Enid Blyton
Biographische Daten
11.08.1897 Enid Blyton wurde als erstes Kind des Kaufmanns Thomas Carey Blyton, der später als
selbstständiger Textilfabrikant tätig war, und seiner Frau Theresa Mary Blyton in East
Dulwich, South London, geboren. Sie hatte auch noch zwei jüngere Brüder, Hanly und Carey.
1907-1915 Sie besuchte die St. Christopher’s School For Girls in Beckenham.
1916-1918 In diesen drei Jahren machte sie eine pädagogische Ausbildung am ‘Froebel Institute’.
1919-1925 In diesen Jahren war sie in Kent und Surrey als Grundschul- und Privatlehrerin tätig.
1924 Sie heiratete Hugh Pollock, der als verantwortlicher Herausgeber der Buchabteilung im Verlag
George Newnes arbeitete und als aktiver Offizier während des Ersten Weltkrieges tätig war.
1931 Ihre erste Tochter namens Gillian wurde geboren. 1935 Geburt der zweiten Tochter namens Imogen.
1943 Nach der Scheidung von ihrem ersten Ehemann Hugh Pollock, heiratete sie den Chirugen Kenneth
Darrell Water 1923-1945 Enid Blyton arbeitete regelmäßig mit bei der Zeitschrift ‘Teacher’s World’.
1926-1952 In dieser Zeit war sie die verantwortliche Herausgeberin der Zeitschrift ‘Sunny Stories’.
1948 Der ‘Boy’s Clubs of America Award’ wurde ihr in diesem Jahr verliehen.
1953-1959 Sie war die Herausgeberin von den ‘Enid Blyton’s Magazine’.
1954-1967 Sie war auch die Vorsitzende des ‘Committee Shaftsbury Society Children’s Home’
in Beaconfield,
Buckinghamshire und war zuständig für ein Heim spastisch gelähmter Kinder.
1960-1968 Sie war die Vizepräsidentin der Vereinigung ‘Friends of the Cheyne Walk Centre’ in
London und war ebenfalls tätig für die Rehabilitation behinderter Kinder.
28.11.1986 Enid Blyton verstarb in Hampstead.
(Barbara Muhr und Carina Voigt)
Inhaltsangabe “Tal der Abenteuer”
Die vier Haupthelden des Buches, die zehn- bis zwölfjährigen Kinder Dina, Lucy, Jack und Philip, besteigen anlässlich eines geplanten Nachtfluges mit ihrem großen Freund, dem hohen Polizeibeamten Bill
Cunningham, ein falsches Flugzeug, das sie mit zwei fremden Männern in ein völlig verlassenens Tal führt. Es gelingt ihnen dort, die Maschine unbemerkt zu verlassen. Mit der Zeit können sie sich in einer gut
versteckten Höhle häuslich einrichten. Ihre Entführer gehören zu einer Bande von Kunsträubern, die in den Bergen einen Schatz sucht. Weiteres teilt ihnen auch ein Mann namens Otto Engler mit, den sie kurzzeitig
aus der Hand der Banditen befreien können. Mit Hilfe seiner Karte gelangen die Kinder, zu den Schatzhöhlen, die zu ihrem Erstaunen noch von einem alten Ehepaar gehütet werden. Allerdings kommen ihnen auch die
Verbrecher auf die Spur, so dass die Lage hoffnungslos erscheint. Philip gelingt es, versteckt in einem Flugzeug zu fliehen und Bill zu verständigen. Dieser führt dann mit einem Trupp seiner Spezialeinheit die
endgültige Befreiung durch und nimmt die Räuber fest. ( J R)
Aufbau/Gliederung
1. nach Orten gegliedert:
Kapitel 1-2 : Die ersten beiden Kapitel spielen bei den Mannerings zu Hause .
Kapitel 3 : Die Kinder sind auf einem Flugplatz und fliegen dann mit einem falschen
Flugzeug weg.
Kapitel 4 : Spielt im verlassen Tal (wie in den folgenden Kapiteln auch)
Kapitel 5-6: Die Kinder finden zuerst einen alten Kuhstall und dann ein Versteck hinter
einem Farnvorhang bei einem Wasserfall .
Kapitel 7-9: Spielt sich im ebenfalls beim Wasserfall ab .
Kapitel 10-13: Die Vier finden eine Echohöhle und befinden sich plötzlich hinter dem
Wasserfall .
Kapitel 14-19: Die Diebe halten sich im Tal auf , wo sie vergebens nach einem
Schatz suchen .
Kapitel 20-26: Hier suchen die Kinder am Wasserfall nach den Schatzhöhlen .
Kapitel 27-31:In den letzten vier Kapiteln ist Philip in Schottland und die anderen in den
Schatzhöhlen im Tal.
2. nach Handlung gegliedert:
Kapitel 1-4 : Diese Kapitel handeln von den vier Kindern mit dem Papageien Kiki, die sich auf den Nachtflug mit Bill vorbereiten. Sie steigen in ein falsches Flugzeug
und geraten so in ein neues Abenteuer.
Kapitel 5-7: Die Kinder finden nach ihrer Landung in einem verlassenen Tal bei ihrem Erkundungsgang einen alten Stall, wo sie sich für die Nacht
einrichten. Auf ihrem Weg ihre unwissentlichen Entführer auszuspionieren, finden sie in deren
Hütte einige Lebensmittel.
Kapitel 8-13: Die Kinder entdecken einen Wasserfall und eine gut versteckte Höhle, die sie für die nächsten Tage als Quartier benutzen. Lucy und
Dina finden einen Gang , der sie durch eine Echohöhle zum Wasserfall führt. Zu ihrer
Überraschung befinden sie sich hinter dem Wasserfall.
Kapitel 14-16: Jack befreit einen alten Mann, der von ihren Entführern gefangen worden ist. Er gibt Jack eine Karte , der sie zu einem Schatz
führt, der in dem Tal versteckt gehalten wird. Außerdem eine Karte , wo der Weg aufgezeichnet ist , der
sie aus dem Tal führen kann.
Kapitel 17-19: Die Kinder begeben sich auf den Weg zum Pass der Winde, der aber versperrt ist.
Kapitel 20-25: Die Vier gehen auf Schatzsuche und finden in den Schatzhöhlen ein altes
Ehepaar, das den Schatz behüten soll.
Kapitel 26-29: Philip gelingt es die Flucht zu ergreifen und Bill zu benachrichtigen.
Kapitel 30-31:In den beiden letzten Kapiteln gelingt es den Kindern, Bill und seinen Kollegen, die Diebe festzunehmen und den Schatz
sicherzustellen. Bill bringt die Kinder wieder sicher nach Hause.
Yvonne Hauchwitz und Melanie Klinkhammer
Charakterisierung von Jack Trent
Jack Trent spielt eine wichtige Rolle im Buch ’Das Tal der Abenteuer‘ von Enid Blyton. In diesem Werk geht es um vier Kinder, die durch
einen Irrtum in einem verlassenen Tal ‘gefangen’ sind. Jack ist eines dieser Kinder. Zum größten Teil wird er vom Erzähler, aber auch durch sich selbst charakterisiert. Jack und seine Schwester Lucy
haben keine Eltern mehr und wurden deshalb von Mrs. Mannering, der Mutter von Dina und Philip, aufgenommen. Die Kinder sind eng befreundet und sie leben zusammen ,wie eine große Familie’. Ihre genaue Herkunft
wird in diesem Buch nicht erläutert; es ist nur bekannt, daß die Kinder aus England kommen. Kurz erwähnt wird allerdings ein Haus namens ‘Felseneck’. Jack sieht seiner Schwester sehr ähnlich: Er hat
rote Haare und grüne Augen. Durch seine Unmenge von Sommersprossen im Gesicht hat er von Philip den Spitznamen ‘ Sprossel’ bekommen. Auch über das Alter Jacks werden keine genauen Angaben gemacht. Er
ist wahrscheinlich mit ca. 12-14 Jahren der Älteste der vier Kinder und spielt die Rolle des heimlichen Anführers. Durch schlaue Vorschläge und vorzeitige Erkundungen schützt er die anderen vor Gefahr. Zudem
schlichtet er den oft auftretenden Streit zwischen Dina und Philip, während Jack selber ein besonders gutes Verhältnis zu seiner Schwester hat. Er steht ihr immer bei, beschützt sie und macht ihr Mut nicht
aufzugeben. Jack grübelt manchmal nächtelang über die Erlebnisse der Kinder nach. Eine besondere Leidenschaft von Jack sind Vögel. Er schleppt seine Kamera und, wenn möglich, auch seine Vogelbücher überall mit
hin. Das Fernglas ist auch ein wichtiger Bestandteil seines Hobbys. Der Papagei Kiki gehört Jack und hängt an ihm wie eine Klette. Er ist verrückt auf Jack und hört sofort auf ihn. Besonders gerne isst Jack
nachts Kekse , denn er wacht manchmal auf und bekommt dann Hunger. Später will Jack einmal Pilot werden und er möchte zu gerne einmal ans Steuer von Bills Flugzeug. Zusammenfassend ist Jack ein
abenteuerlustiger Junge, der gerne eine führende Aufgabe übernimmt. (Lena Rohde und Marina Ermes)
Philip Mannering Philip Mannering hat wie seine Mutter dunkle Augen und Haare.Vor seiner Stirn ist ein Haarbüschel, der sich nicht glätten lässt. Darum wird er von seinen zwei besten
Freunden, Lucy und Jack, und seiner Schwester Dina “Büschel”genannt ( S.8). Er spielt im Buch “Tal der Abenteuer” die Rolle eines etwas zurückhaltenden Jungen. Mit seinen 12 Jahren ist er sehr erlebnisfroh und immer für ein Abenteuer zu haben .
Da er sehr tierlieb ist trägt er oftmals ein Tier bei sich, durch das meist ein Streit zwischen ihm und seiner Schwester entsteht ,denn diese sieht Tiere lieber aus der Ferne (S.9) .In diesem Buch ist es eine
Eidechse namens Lizzie, vor der sich Dina schwer in acht nimmt (S.40). Lizzie wurde, wie all seine Tiere sehr zahm bei ihm. Philip scheint eine Eigenschaft zu haben, die alle (!) Tiere wie magisch zu ihm hinzieht.
Natürlich wird sie von Philip auch mit anderen Tieren geärgert . Wenn er wütend ist, zeigt er es meist, indem er es an anderen Gegenständen auslässt, wie zum Beispiel auf Seite 63, wo er eine anscheinend
verschlossene Tür mit Fußtritten bearbeitet, so dass sie zur Überraschung der Kinder aufspringt. Die Mahlzeiten des oftmals hungrigen Philip werden meist geschildert .Die Autorin (Enid Blyton) hat hierbei auch
beachtet, was und wann gegessen wird (S.13). Philip ist es, der entscheidend mit zur Rettung der Kinder beiträgt. Es ist seine Idee, sich in einem der Flugzeuge zu verstecken, damit er aus dem Tal herauskommen
kann, um Bill zur Hilfe zu holen. Dabei erweist er sich bei der Durchführung als äußerst mutig und klug. (Elena Braganza und Jesmy Akkathara)
Dina Mannering
Dina hat dunkle Augen, dunkle Haare und einen lustigen Wirbel über der Stirn. Deswegen hat sie den Spitznamen “Büschel” . Dina sieht ihrer
Mutter und ihrem Bruder sehr ähnlich. Ihre Mutter heißt Allie Mannering und ihr Bruder heißt Philip . Sie ist ungefähr zehn Jahre alt und somit älter als ihre Freundin Lucy . Sie lebt mit ihrem Bruder , ihrer Mutter
und ihren Freunden, die sie nach dem Tod deren Eltern aufgenommen haben , zusammen . Mit ihren Freunden Lucy und Jack Trent , die Geschwister sind, hat Dina schon viele Abenteuer erlebt.
Sie isst gerne , was dazu führt , dass sie sich immer um Essen kümmert . Sie sorgt sich ohnehin viel um das Wohlbefinden anderer . Man könnte fast sagen, sie sei die
‘Mutter der Kompanie’. Dina mag Tiere nicht so gerne, also betrachtet sie die Tiere lieber aus der Ferne, was oft zu Streitigkeiten führt, denn ausgerechnet ihr Bruder Philip sammelt geradezu
magisch alles, was da kreucht und fleucht. In diesem Buch ist es die Eidechse Lizzie, die Philip adoptiert und die seiner Schwester einen kalten Schauer nach dem anderen über den Rücken jagen lässt.
Sie kann ihre Mutter gut einschätzen. Dina ist eine sehr freiheitsliebende Person, die sich nicht gerne von anderen bestimmen lässt. Das gilt sowohl für ihre Freunde und ihre Familie und erst recht für
Fremde. So “knurrt” sie auf Seite 198, als die Gangster die Kinder in den Höhlen eingesperrt haben: “Ein Abenteuer muss man beeinflussen können...Ich hasse es, wenn man mich zu etwas
zwingt,was ich nicht mag...Ich platze vor Wut.”(Angela Burkhardt und Susanne Ginau)
Lucy
Lucy Trent hat rote Haare, grüne Augen und viele Sommersprossen im Gesicht. Überhaupt sieht sie ihrem Bruder Jack sehr ähnlich. Lucy ist mit 11 Jahren die Jüngste von den vier Kindern.
Lucy hat keine Eltern mehr. Sie wurde zusammen mit ihrem Bruder Jack von Mrs Mannering aufgenommen. Lucy wohnt nun mit ihren guten Freunden, den Kindern von Mrs Mannering in einem halb - zerfallenen Haus. Sie sind
nun wie eine große Familie. Jack freut sich in so einem alten Haus wohnen zu können. Philip ist da anderer Meinung, da es keinen Komfort und kein fließendes, warmes Wasser gibt. Bill Cunningham ist ein guter
Freund der ganzen Familie. Lucy hat übrigens so gute Ohren, dass sie schon aus weiter Ferne ein Auto kommen hört. Das Beispiel aus dem Buch “Das Tal der Abenteuer” : >Da ist der Wagen!<
rief Lucy, deren scharfe Ohren das Geräusch des Motors vernommen hatten. (S.18) Lucy spielt in der Geschichte das ängstliche, zurückhaltende Mädchen. Sie bekommt schnell Angst und fängt oft an zu weinen. Das
Beispiel aus dem Buch “Das Tal der Abenteuer”: Jack stellte sich dumm und gab unzusammenhängende Antworten. Dina folgte seinem Beispiel. Lucy weinte nur. (S.211) Wenn Jack mal wieder alleine auf
Entdeckungsreisen geht, hat sie oft Angst um ihn und wenn er wiederkommt ist sie immer sehr erleichtert. Das Beispiel aus dem Buch “Das Tal der Abenteuer”: (Jack kommt mit Kiki von einer
Beobachtung zurück.) >War Kiki ruhig?< fragte Lucy besorgt. >Ich hatte schon Angst, er würde Lärm machen und dich verraten.< (S.53). Johanna Brangenberg und Nina Wollmeiner
Geschichtlicher Hintergrund
Welcher Krieg ? An verschiedenen Stellen im Buch werden ein Krieg oder seine Folgen kurz erwähnt , wie z.B. als die Kinder den bombardierten Pass (“Pass der Winde”)
vorfinden, der früher aus dem Tal führte . Auch die Häuser der Dorfbewohner sind im Krieg verbrannt . Da das Buch 1947 erschienen ist , ist es wahrscheinlich, dass der 2 . Weltkrieg (1939 - 1945) gemeint
sein kann. Letzteres erkennt man auch daran, dass das Essen und das Nachtlager im Buch eine große Rolle spielen, denn in der Nachkriegszeit hatte man nur wenig .
Welche Feinde ?
Österreich, wo die Geschichte spielt, wurde 1938 von Deutschland annektiert; es wurde damit Bestandteil des sogenannten “Großdeutschen Reiches”; es nahm daraufhin an deutscher Seite am 2.
Weltkrieg teil. Sieben Jahre später, nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht 1945, wurden dann die Alliierten Besatzungsmächte, wie in Deutschland auch. Das Land wurde in Besatzungszonen aufgeteilt.
So erhielten auch die Briten eine Besatzungszone, und nur so ist übrigens überhaupt erklärbar, dass Bill Cunningham mit seinen Männern auf österreichischem Territorium so mir nichts dir nichts
Polizeigewalt ausüben kann. Man stelle sich das heute vor, wo es selbst innerhalb der europäischen Gemeinschaft noch Probleme bei einem internationalen Polizeieinsatz gibt.
Im Verlauf des 2. Weltkrieges ist es auf allen Seiten zu einer Übernahme von Kunstgegenständen gekommen, die als ungesetzlich betrachtet werden muss. Erinnert sei hier an den bekanntesten Fall von
Beutekunst, den “Schatz des Priamos”, der von Berlin nach Moskau wanderte und dort heute noch zu sehen ist.
Auf deutscher Seite ist als negatives Beispiel, neben Hermann Göring, der “Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg” zu nennen, der vielfach Kunstschätze (auch gegen den Protest der Wehrmacht)
beschlagnahmte. Rosenberg ist deshalb auch (als einziger übrigens) vom Nürnberger Gerichtshof deswegen verurteilt worden.
Wegen der zunehmenden Bombardierung des Reichsgebietes und der sich den Grenzen nähernden Fronten sind viele Kunstschätze zu ihrem Schutz in Bergwerken und Salzminen gelagert worden. Ein wichtiger
Auslagerungsort waren die Salzminen in der Nähe von Bad Ischl, Österreich.
Die Autorin Enid Blyton will wahrscheinlich darauf anspielen, wenn sie von den Schatzhöhlen mit gestohlenen Büchern , Bildern, Figuren und Gold , den Hütern des Schatzes , den geflohenen Talbewohnern
und von Julius Müller schreibt .
Vor allem den Kapiteln “Endlich am Ziel” und “Die Hüter des Schatzes” kann man über dieses Thema Informationen entnehmen .
Man wird aber wohl eher annehmen dürfen, dass sie weder einen konkreten Krieg noch konkrete Feinde meint. (Alexandra Jorga und Julia Stahlschmidt)
Die Talbewohner
Alle Talbewohner wurden durch den Krieg verjagt. Es waren hauptsächlich Bauern, die mit ihren Familien dort gelebt hatten. Die Kinder finden die ausgebrannten Häuser und Ställe.
Die einzigen Menschen, die sich nach dem Krieg noch dort aufhielten, waren zwei alte Leute, Elsa und ihr Mann, welche die Aufgabe hatten, die dort gelagerten Kirchenschätze zu hüten. Sie hielten sich in einem großen
Höhlensystem auf, welches sie allen Anschein nach auch nicht verließen.
Vielleicht ist es für uns unverständlich, wie die beiden dort überlebt haben, doch wahrscheinlich hatten die zwei soviel Hoffnung, den Schatz gut zu bewachen, dass sie einfach
durchgehalten haben. Zu essen hatten sie jedenfalls genug. Bei Enyd Blyton spielen Konserven ja eine tragende Rolle. Menschliche Gemeinschaft hatten sie auch, da sie zu zweit waren. Unterhaltung boten die Tiere,
von denen zur Zeit der Handlung des Buches allerdings nur noch eine Henne übrig war. Da sie sogar eine eigene, für andere unzugängliche Sonnenterrasse besaßen, kamen sie aus den Höhlen heraus auch immer an die
frische Luft.
Die alte Frau Die alte Frau ist
eine Österreicherin, die den Auftrag hat, mit ihrem Mann den Schatz zu bewachen. Ihr Name ist Elsa. Sie und ihr Mann sind sehr gastfreundlich. Sie nehmen die Kinder mit Freude auf. Besonders nett ist sie
hauptsächlich zu Lucy, da sie denkt, sie sei ihre verschollene Enkelin Greta.
Elsa und ihr Mann sind schon so lange dort unten, dass sie noch nicht einmal wissen, dass der Krieg zu Ende ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Verwirrung mit Lucy zustande kommt.
Der alte Mann Der alte Mann ist wie seine
Frau Österreicher. Er und seine Frau wohnen in einem System mit vielen Höhlen, da sie den Auftrag haben, die verborgenen Kirchenschätze zu bewachen. Wie seine Frau ist auch er sehr gastfreundlich und nimmt
die vier Schatzsucher sofort bei sich auf. Da er schon sehr lange dort unten, in den Höhlen lebt, weiß auch er nicht, dass der zweite Weltkrieg schon zu Ende ist.
Er ist wahrscheinlich kein einfacher Bauer gewesen, da er Englisch spricht, die Sprache der vier Kinder. Für die damalige Zeit waren Fremdsprachenkenntnisse bei einfachen Leuten nicht
üblich, vor allem nicht in irgendwelchen Alpentälern. Der Mann muss also zumindest der Bildungsschicht angehören. Er hat übrigens keinen Namen, sondern wird immer nur der “alte Mann” genannt. Was die
Rollenvereteilung in der Ehe angeht, so ist er die Person, die die Richtung angibt. Zwar scheint er auch unter Alterserscheinungen zu leiden, aber sie sind noch nicht so stark ausgeprägt wie bei seiner
Frau (S. 184).
Otto Engler Otto Engler ist ein Mann ca. Mitte 50. Vor dem Krieg war auch er in Österreich. Auch
er spricht Englisch, so dass er eine höhere Bildung genossen hat. Das erklärt dann auch sein Wissen um die Kunstschätze. Er kennt sowohl den Weg zu dem geheimen Kirchenschatz wie auch einen Pass, der aus dem Tal
herausführt, der allerdings durch Kriegseinwirkung unbegehbar geworden ist. Seine Kenntnisse wollen sich auch die Verbrecher zunutze machen. Deshalb entführen sie ihn in das Tal. Dort zeigt er ihnen eine Stelle,
die von einem schweren Steinschlag verschüttet ist und unter der sich angeblich der Schatz befindet. Jack kann ihn kurzfristig befreien. Aus Dankbarkeit zeichnet er Jack eine Karte von dem geheimen Kirchenschatz
und eine Karte, welche die Kinder über den Pass zu einem Dorf führen soll, wo sie Hilfe holen können. Da er einen schweren Herzfehler hat, kann Jack ihn allerdings nicht mit zur Wasserfallhöhle nehmen. Als
die Kinder ihn am nächsten Tag suchen, bleibt Otto Engler verschwunden. Später erfährt der Leser, die Leserin, dass die Bande ihn bewusstlos vor einem Krankenhaus ausgesetzt hat. Am Ende des Buches befindet er sich
wieder auf dem Wege der Besserung. Franziska Bock und Elena Heimes
Feinde der Kinder
Die Feinde der Kinder sind mehrere Männer, die den Kindern Probleme bereiten. Die Kinder dürfen diese Verbrecher nicht unterschätzen, da sie sogar
mit einem Revolver bewaffnet sind. Juan, einer von ihnen, ist sozusagen der Anführer. Mit seiner selbstsicheren Art bestimmt er meistens, was die anderen zu tun haben. Er hat schwarzes, ölig glänzendes Haar
und einen schwarzen Schnurrbart. Außerdem ist er untersetzt und sein Gesicht ist weiß wie Kalk. Bei ihm hat man den Eindruck, dass er zu vielem bereit wäre, wenn er dafür etwas Wertvolles bekäme. Juan kann auch ein
Flugzeug fliegen und auch ganz gut landen. Er hätte es am liebsten, wenn die Kinder nicht aufgetaucht wären. In manchen Situationen ist er unberechenbar und nervös, in anderen dagegen wieder ruhig und gelassen. Luis und Pepi,
seine Kumpanen, übernehmen den Part der “Untergeordneten”. Über sie wird im Buch nicht viel geschrieben, aber auch sie sind unberechenbar. Von ihrer Beschreibung her gleichen Juan, Pepi und
Luis den Verbrechern in Comicgeschichten. Dort haben diese Typen meist auch Bärte, schwarzes und öliges Haar, blasse Haut und ein insgesamt südländisches Aussehen. Letzteres wird noch dadurch verstärkt, dass die
Verbrecher in diesem Buch südländische Vornamen haben. Enyd Blyton bedient sich also der gängigen Klischees.
Von Theresa Düsterer und Kristina Riedesel
Kiki Kiki ist ein weiß-grauer Kakadu mit einem gelben Kamm . Er hängt sehr an Jack Trent , seinem Besitzer . Der Papagei
ist sehr gesprächig, doch sein Wortschatz ist sehr auf die Befehle von Jacks Onkel beschränkt, bei dem Jack und seine Schwester Lucy einen Teil ihrer Kindheit verbracht haben. Man kann sich also denken, dass beim
Onkel ein strenges Regiment herrschte. Seine Lieblingsbefehle sind: Tritt dir die Füße ab! Setz den Kessel auf ! Mach die Tür zu ! Nimm dein Taschentuch !
Außerdem singt er auch gerne kitschige Kinderlieder oder gibt Sprüche zum besten wie: Hänsen kein! Bim Bam Bum ! Weg ist das Wiesel ! Alles rennet , rettet , flüchtet !
Er kann ebenfalls eine Menge Geräusche nachmachen. Von allen gefürchtet ist sein “Expresszuggeschrei”, was er bei allen passenden und vor allen Dingen unpassenden
Gelegenheiten zum besten gibt.
Wenn ihm etwas gegen den Strich geht, fliegt er davon und spricht vor sich hin : Armer Kiki .
Er spricht nur oft in Gespräche anderer Leute hinein .Im Buch “ Das Tal der Abenteuer ” spielt er in zwei Kapiteln eine Hauptrolle . Im Kapitel “ Kiki redet zuviel
” zieht er sich beleidigt zurück . Dann vertreibt er durch seine Befehle die plötzlich auftauchenden Männer , Juan und Pepi .( S. 64 - S. 71 )
Im Kapitel “ Juan entdeckt die Höhle ” treibt er den Mann fast zur Flucht. ( S.190 - 196 ) Auch in anderen Büchern dieser Reihe , wie z . B . “ Die Burg der Abenteuer ” hat er solche
Auftritte . ( Kapitel 24 / S. 149 - 154 ) Speziell im “ Tal der Abenteuer ” ist er sehr verfressen . Er isst gerne Beeren und andere Früchte . Eigentlich wird er sehr “menschlich”
dargestellt. Man könnte meinen, dass er (fast) alles versteht. Gordon Huperz und Christian Feldmann
Martha
Martha ist eine braune Henne, die dem alten Ehepaar in den Höhlen gehört (S.181). Dennoch hat sie in der Geschichte keine besondere Bedeutung, außer dass Geschehen durch ihr “Gluck, gluck” ein wenig aufzuheitern. Sie hat tiefe Freundschaft mit Kiki geschlossen. Das alte Ehepaar hatte vorher einige Tiere ( sechs Hühner und ein Schwein, S. 184),aber diese sind nach und nach gestorben. Nur Martha hat noch überlebt und leistet den alten Leuten Gesellschaft.
Verwunderlich ist eigentlich, dass bei den Hühnern kein Hahn dabei war, wie früher in den ländlichen Gegenden eigentlich üblich. Dann hätte das Ehepaar mit den Hühnern züchten können. Aber sicher hätte dann
Martha nicht diese aufheiternde Rolle mit Kiki zusammen einnehmen können.
Lizzie
Lizzie ist eine kleine, grüne Eidechse, die von Philip gefunden wird(S.39). Sie kriecht von da an immer in Philips Kleidung herum
und rennt nicht weg. Den Spitznamen “hitzige, witzige Lizzie” hat sie von Kiki (S.141). Doch wenn sie Jack zu nahe kommt, versucht Kiki sie zu töten (S.56). Es
ist auch ein Wunder, dass sie nicht von Philip zerdrückt wird, wenn er schläft, zumindest nicht, wie bei Eidechsen leicht möglich, den Schwanz abstößt. Auch sie hat keine Bedeutung für den weiteren Verlauf der
Geschichte. Man erfährt zum Schluss auch nicht, was mit ihr passiert. Beide Tiere sind mehr zur Dekoration als alles andere gedacht. Ihre Rolle besteht zum einen darin, das Geschehen durch ihre Anwesenheit
aufzuheitern, zum anderen soll natürlich Lizzie Philips Ruf als “Tierhypnotiseur” bestätigen.
Jan Kairat & Bastian Ingenohl
Mrs. Mannering
Sie ist Witwe. Über ihren verstorbenen Mann erfahren wir in diesem Buch nichts. Das Buch erschien 1947, also kurz nach dem II. Weltkrieg. Es könnte vielleicht sein,
dass Enyd Blyton auf die Situation der Kriegerwitwen anspielen möchte. Mrs. Mannering heißt mit ihrem Vornamen Allie .Sie trägt braune Haare und hat braune Augen. Dina und Philip sind ihre leiblichen Kinder.
Lucy und Jack hat sie zu sich aufgenommen, da die Eltern der beiden Kindern verstorben sind. Mrs. Mannering haßt Streitigkeiten zwischen den vieren und versucht sie möglichst zu vermeiden. Ihr gefällt es
ebenfalls nicht, dass die Kinder, wenn sie mit Bill unterwegs sind, ständig in gefährliche Abenteuer stürzen, doch sie lässt sich leicht überreden, dass die Kinder mit Bill los dürfen. Sie selbst hat großes
Vertrauen zu Bill, mahnt ihn aber trotzdem, auf die Kinder aufzupassen.
Bill Cunningham
Bill ist ein kräftig gebauter Mann mit einem kahlen Kopf, der von einem dichten Haarkranz umgeben ist. Er ist von Beruf ein hoher Polizeibeamter. Für seine
Geheimaufträge hat er sogar ein Flugzeug zur Verfügung gestellt bekommen, für das er natürlich einen Flugschein machen musste. Bill hat einen sehr guten Kontakt zu den Kindern, und freut sich, wenn sie ihn auf
seinen Flügen begleiten dürfen. Er macht sich natürlich Sorgen und innerlich Vorwürfe, weil die Kinder wie von der Erdfläche verschwunden sind. Durch ihn geraten sie meistens in die gefährlichen Situationen. Als
sich eines Tages Philip meldet, fliegt Bill mit seinem Team sofort los, um die Diebe im Tal zu verhaften und die anderen drei Kinder zu befreien. Sie kommen sicher zurück und das Abenteuer ist beendet. Bill
spielt in diesem Buch praktisch den Retter vom Dienst. In den übrigen Büchern der Abenteuer-Serie ist das nicht immer der Fall. Eigentlich ist es verwunderlich, dass Mrs. Mannering und Bill nicht heiraten,
wie das sonst in Jugendbüchern sehr schnell geschieht. Aber damit würden beide Personen ihre Rollen in der Buchserie gleichsam verlieren. Es bliebe zu überprüfen, warum Enyd Blyton hier nicht
“normale” Verhältnisse einkehren lässt. Von Stefanie Rusnak und Jessica Schäfers
Orte des Tals
Wasserfall Farnkrauthöhle Quartier der Männer Pass der Winde Wegweiser zum Schatz Kuhstall Schatzhöhle Echohöhle ausgebrannte Häuser
Der Wasserfall :
Der Wasserfall ist an den Seiten von Bergen umgeben , er ist laut , spritzig , sehr groß und fällt fast senkrecht in die Tiefe . Ein Eingang der Echohöhle wird von ihm verdeckt .
Die Farnkrauthöhle :
Der Eingang ist durch einen Farnkrautvorhang kaum sichtbar . Der Boden ist mit weichem Moos bedeckt und ein Gang verbindet sie mit der Echhöhle . Sie befindet sich in der Nähe des
Wasserfalls .
Quartier der Männer : Das Quartier der Männer ist eine Hütte , die als einzige im Tal nicht ausgebrannt ist . Sie liegt in der Nähe der großen Rasenfläche , die als Landeplatz für das Flugzeug dient .
Pass der Winde : Er wurde durch einen Krieg zerstört (wahrscheinlich 2.Weltkrieg ) . Er ist der einzige Weg , der in das oder aus dem Tal führt .
Wegweiser zum Schatz : Die Wegweiser zum Schatz sind : die Stelle , wo der Wasserfall aus dem Berg entspringt , eine krumme Birke , eine glatte Felsplatte und ein Stein , der aussieht wie ein Mann .
Kuhstall : Er ist der erste Unterschlupf der Kinder . Im Gegensatz zu den anderen Häusern ist er nur zum Teil ausgebrannt .
Die Schatzhöhle : Sie liegt in den Bergen und man findet sie nur mit Hilfe der Wegweiser . Im Inneren der großen Höhle gibt es drei kleine Höhlen. Von einer Höhle geht ein kleiner , niedriger Gang aus , der in der Echohöhle endet . An der Höhle gibt es eine Steinplatte , von der aus man eine gute Aussicht über einen Teil des Tales hat .
Die Echohöhle : Es führen zwei Wege zu ihr . Einmal durch einen Gang der Farnkrauthöhle und einer aus der Schatzhöhle . Sie gibt alle Töne lauter und mehrfach zurück .
Die ausgebrannten Häuser : In dem Tal gibt es viele ausgebrannte Häuser . Wahrscheinlich sind sie durch Gewalteinwirkungen zerstört worden .
Jana Deppe / Nadine Kutzey
Die Rolle des Essens
Das Essen ist sehr wichtig, weil alles in der Nachkriegszeit spielt, in der Essen Mangelware war (1947 ist das Buch erstmals
erschienen). Die Kinder brauchen viel zu essen, weil sie immer unterwegs sind und daher auch immer ausgehungert von ihren Entdeckungsreisen und Ausflügen zurück kommen. Die Kinder essen aber nicht nur Konserven, in
denen z.B. Lachs, Ananas, Zunge usw. vorhanden sind, sondern auch Himbeeren und andere Wald- und Feldfrüchte. Sie ernähren sich aber hauptsächlich von Lachs, Keksen und Ananas aus den Konserven, die sie aus der
Hütte der Männer geholt haben. Hätten die 4 Kinder die Konserven nicht gefunden und geholt, wären sie wahrscheinlich verhungert. Dass Essen Mangelware ist, merkt man daran, dass die 4 ca. 15x Nahrung zu
sich nehmen (Seite 13; 50; 66; 86; 108; 112; 119; 138; 148; 156; 185 ), was in einem Jugendbuch recht häufig ist. Essen spielt dort zwar immer eine wichtige Rolle, aber nicht in der gehäuften Form. Enid Blyton
will mit den Luxusgütern Ananas und Lachs den Lesern eine heile Welt vorgaukeln, da es früher keine Luxusgüter dieser Art in Europa gab.
(Tobias Berling u. Jan Czogalla)
Die Rolle des Waschens Das Waschen spielt hier eigentlich keine sehr große Rolle.Die vier Kinder waschen sich nicht sehr oft, was für ein Abenteuerbuch eigentlich auch üblich ist.
Wenn die Kinder sich mal waschen, tun das meist nur die Mädchen. (Seite 52; 57; 58; ) (Tobias Berling und Jan Czogalla)
Die Rolle der Kleidung Die Kleidung spielt eigentlich
keine Rolle. Andererseits spielt die Kleidung aber eine sehr große Rolle, weil die Kinder aus den Kleidungsstücken ein “Nachtlager” bauen. Hauptsächlich benutzen sie die Kleidung aber, um sie zu Kopfkissen zusammenzurollen. Ihre
Regenjacken benutzen sie aber, um in der ersten Nacht darauf zu schlafen. Die Kleidung wird anscheinend nicht gewechselt. (Tobias und Jan)
Vergleich zwischen einer älteren Fassung und einer aktuellen Verfassung des Buches von Enid Blyton:
Kapitel 14 “Der Gefangene”
Alt: “Wir wissen ja auch nur, dass sie einen Schatz suchen”, entgegnete Philip. Neu: “ Wir wissen ja auch nur, dass sie einen Schatz suchen”, antwortete Dina.
Alt: “Mir ist allerdings nicht recht klar, was für Schätze hier in dieser Gegend zu finden sein sollten.” Neu: “Ich frage mich allerdings, was für Schätze es hier geben kann.”
Alt: Wer weiß ? Na, einstweilen sind die beiden fort. Glaubst du, sie kommen wieder zurück ?”
Neu: “Ich auch”, stimmte Lucy zu. “Na wenigstens sind die beiden weg. Ob sie wiederkommen ?”
Alt: “Ganz bestimmt.” Neu: “Bestimmt.”
Alt: “Um uns hier auszuräuchern.” Neu: “Um uns hier aufzustöbern.”
Alt: Lucy verzog das Gesichtchen. “Ich möchte aber nicht ausgeräuchert werden !” “Ob diese Männer fortgeflogen sind ?” überlegte Philip. Neu: Lucy verzog das Gesicht. “Hoffentlich nicht ! Ob beide Männer abgeflogen sind ?” überlegte sie.
Alt: “Ja sicher. Wir können einmal hinuntergehen und nachschauen. Wenn ein Mann zurückgeblieben ist, wird er sich gewiss in der Nähe der Hütte aufhalten.” Neu: “Sicherlich”, vermutete Dina. “Wir könnten ja mal runtergehen und nachschauen.”
Alt: Umschau halten Neu: Ausschau halten
Alt: Die Tür wich keinem Rütteln und Stoßen. Neu: Kein Rütteln und Stoßen half.
Alt: Wenn sie überhaupt zurückkommen. Neu: Falls sie überhaupt zurückkommen.
Alt: “Jedenfalls nicht vor morgen früh”, entgegnete Philip. Neu: “Sicher nicht vor morgen früh”, vermutete Philip.
Alt: “Kommt, wir wollen noch einen Blick auf die geheimen Kisten werfen.” Neu: “Kommt, wir sehen uns mal die geheimnisvollen Kisten an.”
Alt: Jungens Neu: Jungen
Alt: “So etwas Idiotisches”. Neu: “So etwas Blödes. “
Alt: “Aber Jack !” Neu: “Oje !”
Alt: Die Echohöhle ansehen. Neu: Die Echohöhle zeigen lassen.
Im Grunde kann nicht gesagt werden, dass Wesentliches geändert wurde. Selbst eine Anpassung an “moderne Jugendsprache” ist nicht feststellbar. Die Kinder bleiben immer noch
“Kinder” und werden nicht zu “Kids”. Warum also diese Änderungen überhaupt vorgenommen werden, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Es kommt uns aber so vor, als würde in der neuen
Ausgabe die Sprache “irgendwie” vereinfacht. Jedenfalls werden die Sätze oder die Wortphrasen kürzer. (Wir werden noch einmal die Wörter zählen.) (Franziska Bock und Elena Heimes)
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