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3. Übersicht über die Vorteile des Computereinsatzes (J. Rave)
(Näheres in:
Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, WOCHENSCHAU Verlag, Schwalbach 1999, ISBN 3-87920-430-6)
I. Was schätzen Schülerinnen und Schüler am Computer (als
Lehrer oder Lehrmeister)?
1. Interaktion: Zwischen Schülerin oder Schüler findet ein ständiger Austausch
von Instruktion und Information statt, die eine Aktivität fordert. 2. Rückmeldung: Die Schülerin oder der Schüler erfährt sofort, ob eine Eingabe richtig oder nicht richtig war.
3. Exaktheit: Der Computer verlangt exakte Eingaben, kein Reden oder Schreiben um den heißen Brei (im Grunde “abfragbares Wissen”).
4. Korrektur ohne Bloßstellung: Eine falsche Antwort bekommt nur der Computer mit, und den juckt es nicht. 5. Ausprobieren: Stichwort: Probieren geht über studieren.
6. Individuell sichtbarer Erfolg: Schülerinnen und Schüler können ihre Lernerfolge unmittelbar erfahren. 7. Anpassung an den einzelnen:
Arbeitstempo und Schwierigkeitsgrad werden durch den Benutzer oder die Benutzerin selber gestaltet. 8. Geduld des maschinellen Lehrers:
Nichts kann die Geduld dieser Maschine erschöpfen (, es sei der Programmierer befiehlt es). 9. Mediale Aufbereitung: Bild, Film, Ton, Schrift, Sprache, Musik! Der Computer kann
mit allem dienen.
II. Der Computer kann bei folgenden Tätigkeiten eingesetzt werden:
1. Trainieren:
Darunter muss man sich die Arbeit mit Lern- oder Übungsprogrammen vorstellen, wie wir sie teilweise aus dem Fremdsprachenunterricht her kennen, als die Grammatik- oder
Vokabelprogrammen älterer Bauart. Stichwort: Behaviorismus. Der Computer fragt, der Schüler antwortet. Wann wurde Amerika entdeckt? 1492! Bravo, das hast du gut gemacht! Der
pädagogische Wert ist umstritten, aber zum Erlernen eines Chronologiegerüstes sind solche Programme brauchbar.
2. Visualisieren:
Gemeint ist nicht nur die optische Aufbereitung, man sollte eher an eine Ton-Bild-Schau - mit laufenden Bildern auch - denken. Der Stoff muss auch so aufbereitet werden, dass die
Schülerinnen und Schüler ihn selbständig erarbeiten können. Wichtigstes Instrumentarium ist die Maus, auf deren Click hin die Information für Auge und Ohr kommt.
3. Informieren: Die Möglichkeiten des Internets sind mittlerweile unerschöpflich. Wenn man bedenkt, dass allein schon der WDR ca. 50.000 bis
60.000 Seiten im Internet stehen hat, die täglich auch noch mehr werden, dann kann man eine Ahnung davon entwickeln, welche Quelle da sprudelt.
Stichwort “Napoleon” bei der Suchmaschine “Altavista”: 168.390 Meldungen. Bei Beschränkung der Suche auf Deutsch immerhin noch 5652 Meldungen.
Bei der Suchmaschine “Infoseek” für den “deutschen Napoleon” noch 7207 Meldungen. (Stand: 23.05.1999)
Für die Schulen interessant ist der Aufbau eines schulinternen Netzes, eines sogenannten Intranets. Denkbar für Lehrer und Schüler. 4. Kommunizieren:
Email und Chat, Recherche vor Ort. Englische Schüler fragen nach deutscher Geschichte, deutsche Schüler nach englischen Besonderheiten. 5. Systematisieren:
Eine allgemeine Suche im Internet kann den Speicher zum Überlaufen bringen. (Stichwort: Napoleon). Erstellung von Suchkriterien, Eingrenzung durch sinnvolle Stichworte. Hilfe bei
den Suchmaschinen 6. Formieren: Im Grunde steckt dahinter der Umgang mit der Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation. Wer liest heute noch gerne
“handschriftliche Manuskripte”? 7. Repräsentieren: z.B. Aufbereitung einer Internetseite. Definition der Zielgruppe,
optische Darbietung, inhaltliche Aufbereitung, Programmierung usw. 8. Simulieren: Arbeit mit Simulationsprogrammen: Simulation zur
Einarbeitung oder Vertiefung eines Stoffes, aber auch zur Alltagsbewältigung (im weitesten Sinne). 9. Programmieren: Erstellen von Programmen (für den
Unterricht): Datenbanken, Internetseiten, Simulationen, Spiele, Informationsprogramme usw. 10.Bewerten: Der Computer als Korrrigiermaschine
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