Letzte Änderung: 31.03.2012

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J. Rave
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3. Übersicht über die Vorteile des Computereinsatzes
  
(J. Rave)

(Näheres in: Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, WOCHENSCHAU Verlag, Schwalbach 1999, ISBN 3-87920-430-6)

  I. Was schätzen Schülerinnen und Schüler am Computer (als
  Lehrer oder Lehrmeister)?

  1. Interaktion:
  Zwischen Schülerin oder Schüler findet ein ständiger Austausch
  von Instruktion und Information statt, die eine Aktivität fordert.
  2. Rückmeldung:
  Die Schülerin oder der Schüler erfährt sofort, ob eine Eingabe
  richtig oder nicht richtig war.
  3. Exaktheit:
  Der Computer verlangt exakte Eingaben, kein Reden oder
  Schreiben um den heißen Brei (im Grunde “abfragbares
  Wissen”).
  4. Korrektur ohne Bloßstellung:
  Eine falsche Antwort bekommt nur der Computer mit, und den
  juckt es nicht.
  5. Ausprobieren:
  Stichwort: Probieren geht über studieren.
  6. Individuell sichtbarer Erfolg:
  Schülerinnen und Schüler können ihre Lernerfolge unmittelbar
  erfahren.
  7. Anpassung an den einzelnen:
  Arbeitstempo und Schwierigkeitsgrad werden durch den
  Benutzer oder die Benutzerin selber gestaltet.
  8. Geduld des maschinellen Lehrers:
  Nichts kann die Geduld dieser Maschine erschöpfen (, es sei der
  Programmierer befiehlt es).
  9. Mediale Aufbereitung:
  Bild, Film, Ton, Schrift, Sprache, Musik! Der Computer kann
  mit allem dienen.



 
II. Der Computer kann bei folgenden Tätigkeiten eingesetzt werden:

  1. Trainieren:
  Darunter muss man sich die Arbeit mit Lern- oder
  Übungsprogrammen vorstellen, wie wir sie teilweise aus dem
  Fremdsprachenunterricht her kennen, als die Grammatik- oder
  Vokabelprogrammen älterer Bauart. Stichwort: Behaviorismus.
  Der Computer fragt, der Schüler antwortet. Wann wurde
  Amerika entdeckt? 1492! Bravo, das hast du gut gemacht! Der
  pädagogische Wert ist umstritten, aber zum Erlernen eines
  Chronologiegerüstes sind solche Programme brauchbar.

  2. Visualisieren:
  Gemeint ist nicht nur die optische Aufbereitung, man sollte eher
  an eine Ton-Bild-Schau - mit laufenden Bildern auch - denken.
  Der Stoff muss auch so aufbereitet werden, dass die
  Schülerinnen und Schüler ihn selbständig erarbeiten können.
  Wichtigstes Instrumentarium ist die Maus, auf deren Click hin
  die Information für Auge und Ohr kommt.
  3. Informieren:
  Die Möglichkeiten des Internets sind mittlerweile unerschöpflich.
  Wenn man bedenkt, dass allein schon der WDR ca. 50.000 bis
  60.000 Seiten im Internet stehen hat, die täglich auch noch mehr
  werden, dann kann man eine Ahnung davon entwickeln, welche
  Quelle da sprudelt.
  Stichwort “Napoleon” bei der Suchmaschine “Altavista”:
  168.390 Meldungen. Bei Beschränkung der Suche auf Deutsch
  immerhin noch 5652 Meldungen.
  Bei der Suchmaschine “Infoseek” für den “deutschen
  Napoleon” noch 7207 Meldungen. (Stand: 23.05.1999)
  Für die Schulen interessant ist der Aufbau eines schulinternen
  Netzes, eines sogenannten Intranets. Denkbar für Lehrer und
  Schüler.
  4. Kommunizieren:
  Email und Chat, Recherche vor Ort. Englische Schüler fragen
  nach deutscher Geschichte, deutsche Schüler nach englischen
  Besonderheiten.
  5. Systematisieren:
  Eine allgemeine Suche im Internet kann den Speicher zum
  Überlaufen bringen. (Stichwort: Napoleon). Erstellung von
  Suchkriterien, Eingrenzung durch sinnvolle Stichworte. Hilfe bei
  den Suchmaschinen
  6. Formieren:
  Im Grunde steckt dahinter der Umgang mit der Textverarbeitung
  oder Tabellenkalkulation. Wer liest heute noch gerne
  “handschriftliche Manuskripte”?
  7. Repräsentieren:
  z.B. Aufbereitung einer Internetseite. Definition der Zielgruppe,
  optische Darbietung, inhaltliche Aufbereitung, Programmierung
  usw.
  8. Simulieren: Arbeit mit Simulationsprogrammen: Simulation zur
  Einarbeitung oder Vertiefung eines Stoffes, aber auch zur
  Alltagsbewältigung (im weitesten Sinne).
  9. Programmieren: Erstellen von Programmen (für den
  Unterricht): Datenbanken, Internetseiten, Simulationen, Spiele,
  Informationsprogramme usw.
  10.Bewerten: Der Computer als Korrrigiermaschine

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